LANGHAARKATZEN UND DIE RICHTIGE FELLPFLEGE

Langhaarkatze pflegen

Katzenrassen – diese Katzen tragen ihr Fell „lang und offen“  


Sie sind wunderschön anzusehen und sie verlocken dazu, ausgiebig gestreichelt zu werden. Langhaarkatzen sind der Inbegriff der Katzenschönheit. Für alle Katzenliebhaber, die langes Fell lieben, ist natürlich die Perserkatze die erste Wahl. Sie hat das mit Abstand längste Fell. 

Die Halblanghaarkatzen haben ebenfalls ein wunderschönes Fell, welches aber nicht ganz so lange wie bei der Perserkatze wächst. 

Neben dem Fell zeichnet sich jede Langhaarkatzen-Rasse durch bestimmte Merkmale aus. So ist die Angorakatze die Urmutter aller Langhaarkatzen, die British Langhaar eher ruhig im Wesen, die heilige Birma sehr zärtlich, die Maine Coon ausgesprochen groß gewachsen und die norwegische Waldkatze recht urig im Verhalten. Bildhübsche Vertreterinnen ihrer Art sind auch die Ragdoll, die Ragamuffin und die Neva Masquarade. 

Deine Langhaarkatze ist die Schönste


Ob Angora, Birma oder Perser – Du liebst ihr langes, seidiges Fell. Wenn es nur nicht so mühsam zu pflegen wäre. In diesem Artikel erfährst du wie es überhaupt zu Fellproblemen kommt, was du dagegen tun kannst und wie du dafür sorgst, dass das Fell Deiner Langhaarkatze dicht wächst, wunderbar glänzend wird und bleibt. 

Der Fellwechsel bei Katzen 


Frühjahr und Herbst sorgen für zusätzlichen Aufwand bei Langhaarkatzen: Katzen wechseln dann ihr Fell. Der Langhaarkatze wird nahezu komplett von Natur aus ein neues „Kleid“ verpasst. Wenn draußen die Sonne an Kraft aufnimmt, wirft sie ihr altes Winterfell ab. 

Dieses wird durch ein wesentlich leichteres Sommerfell ersetzt, welches die Katze vor zu intensiver UV-Strahlung und auch vor zu viel Hitze schützt. Das Winterfell wiederum sorgt mit dichtem, isolierendem Unterhaar für einen entsprechenden Schutz vor unangenehmer Nässe und Kälte.

Das Haar der Katze beschäftigt ihre stolzen Besitzer so oder so. Denn leider haaren sie! Täglich. Unentwegt. Dafür sorgt die Katze zum einen durch ihre intensive selbstbetriebene Fellpflege. 

Und zum anderen verabschieden sich darüber hinaus die Haare von selbst nach einem bestimmten Zyklus: Es gibt die sogenannte anagene Phase, welche die neuen Haarwurzeln hervorbringt. 

Gefolgt wird diese von der katagenen Phase, dem Übergangsstadium. Anschließend hört das Haar ganz auf zu wachsen. Das ist die telogene – die Ruhephase.

Das Haar ist nun ausgewachsen, aber noch fest verankert. Ausfallen tut es in der exogenenen Phase. Immerhin 12 bis 24 Prozent vom gesamten Körpergewicht einer Langhaarkatze macht ihr Fell aus! 

Katzen, welche ausschließlich im Haus leben, können besonders stark haaren. Denn im Haus herrscht in der Regel immer die gleiche Temperatur, das bedeutet, dass sich die Katze nicht auf Kälte oder Wärme einstellen muss.

Langhaarkatze pflegen
Katze

Die 11 Cat's Best Tipps & Tricks 
für die optimale Pflege von Langhaarkatzenfell 

Tipp 1: Ursachen für Fellprobleme erkennen


Ob Angora, Birma oder Perser – Du liebst ihr langes, seidiges Fell. Wenn es nur nicht so schwierig zu pflegen wäre. Büschelweise Haare überall in der ganzen Wohnung? Das Fell Deiner Samtpfote glänzt nicht mehr und zeigt sogar kahle Stellen? Dann musst Du der Sache auf den Grund gehen. Hier könnten die Ursachen für die Fellprobleme sein.

Futterauswahl oder Futterumstellung
Katzen müssen ausgewogen und ihrer Natur entsprechend ernährt werden. Einseitige Ernährung zum Beispiel ausschließlich mit Trockenfutter kann sich negativ auf die Fellbeschaffenheit auswirken. 

Vitaminmangel
Manchmal ist es hilfreich, ernährungsbedingte Mängel mit der Gabe von Vitaminen auszugleichen. Der Tierarzt weiß in diesem Fall sicher, ob sich zum Beispiel die Gabe von Weizenkeim-, Lachs- und Olivenöl oder spezielle Pasten positiv auf die Beschaffenheit des Fells auswirken.

Parasitenbefall
Bei einem Befall durch Milben und Flöhe wird sich die Katze naturgemäß stark kratzen. Im schlimmsten Fall reist sie sich das Fell regelrecht heraus. Der Befall muss durch den Tierarzt zweifelsfrei diagnostiziert werden und entsprechende Gegenmittel verabreichen. Auch regelmäßige Wurmkuren sind ein Muss, Flöhe können Würmer übertragen.

Stressbedingter Haarausfall
Neue Mitbewohner, Konkurrenzkämpfe unter Katzen, Umzug – die Ursachen dafür, dass sich eine Katze so gestresst fühlt, dass ihr die Haare vermehrt ausgehen, können vielfältiger Natur sein. In manchen Fällen hat sich die Gabe von Bachblüten bewährt, um die Katzenseele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. 

Außergewöhnliche körperliche Belastungen
Nach Operationen, einem Fieber oder auch nach der Trächtigkeit kann die Langhaarkatze durch Fellverlust auf derart außergewöhnliche Belastungen reagieren. 

Hormonstörungen, Stoffwechselstörungen, Autoimmunerkrankungen
Sind alle anderen vorgenannten Möglichkeiten für Fellprobleme bei Langhaarkatzen ausgeschlossen, bleibt oft nur eine gründliche Analyse des Blutes, um festzustellen, woran die Katze leidet.  

Diese Katzen-Parasiten könnten gefährlich werden 


Neben Flöhe,  Zecken und Milben, die sich die Langhaarkatze beim Spaziergang durch den Garten oder auch im Kontakt mit anderen Freigänger-Katzen einfangen können und die im Übrigen auch noch möglicherweise Krankheiten übertragen, sind es Haarlinge, die einer Katze mit langem Fell besonders zu schaffen machen. 

Dabei handelt es sich um sechsbeinige Insekten ohne Flügel, die sich im Fell von Katzen breitmachen. Mit Läusen verwandt, sind sie ebenso klein (ca. einen bis eineinhalb Millimeter groß und einen halben Millimeter breit). Sie sind von hellgelber Farbe. Katzenhaarlinge ernähren sich nicht von Blut, sondern von Hautschuppen, den Drüsensekreten und Haaren. Diese unangenehmen Parasiten vermehren sich rasch, denn das Weibchen kann alle zwei bis drei Tage neue Eier im Fell ablegen.  

Im Winter ist die Ansteckungsgefahr, die meist über den Kontakt mit einer streunenden Katze zustande kommt, besonders groß, da die Abwehrkräfte etwas schwächer als im Sommer sind. 

Katzenhaarlinge können insbesondere einem dichten, langen Fell mit Knoten nicht widerstehen. Hier fühlen sie sich besonders wohl und werden zur echten Plage!

Tipp: Zeigt sich bei Deiner Katze über einen längeren Zeitraum ein struppiges Fell, übermäßiger Haarausfall oder schleckt sie sich sogar wund, musst Du der Ursache unbedingt auf den Grund gehen und gegebenenfalls den Gang zum Tierarzt nicht scheuen!

Katze kämmen und bürsten

Tipp 2: Das richtige Katzenfutter 

Man ist was man isst – das gilt natürlich auch für Katzen. Und ein gutes Futter sorgt naturgemäß auch für ein schönes und dichtes Fell! Katzen sind Fleischfresser, also gilt es darum, bei der Auswahl des Katzenfutters darauf zu achten, dass es einen hohen Anteil an leicht verdaulichem Fleisch beinhaltet. 

Mindestens zwei Drittel sollten es auf jeden Fall sein. Das Verdauungssystem unserer Stubentiger ist vor allem auf Fleisch und die darin enthaltenen Eiweiße eingestellt. 

Fleisch enthält auch Taurin – eine wichtige Aminosäure, welche Katzen nicht selbst produzieren können. Je natürlicher und hochwertiger das Futter, umso schöner auch das Fell der Katze. Je genauer die Zutaten auf dem Futter beschrieben sind, umso besser lässt sich die Qualität beurteilen! 

Tipp: Informiere Dich beim Tierarzt Deines Vertrauens, was Du bei der Fütterung beachten solltest und welche zusätzlichen Mittel geeignet ist, um dem Fell Gutes zu tun. 


Tipp 3: Den richtigen Moment bei der Fellpflege erwischen


Wenn Deine Katze in einer entspannten Schmusestimmung ist und auch Du ausreichend Zeit für das Pflegeritual hast, ist der richtige Zeitpunkt gekommen für die ausgiebige Fellpflege. 

Toll, wenn das zum festen Bestandteil im Alltag werden kann. Deine Langhaarkatze wird es Dir in jeder Hinsicht danken, mit ihrer Zuneigung und natürlich einem top gepflegten Fell. 

Am besten wählst Du einen Raum, wo keine lauten, überraschenden Geräusche ablenken können. Dann platzierst Du die Katze vor Dich – vielleicht auf einem Tisch (lege bitte zuvor ein Tuch unter das Tier). 

Nun schmust Du erst eine kleine Runde, ehe Du mit dem Kopf beginnst und in Richtung Schwanz weiterbürstest. Natürlich niemals gegen den Strich. 

Tipp: Auch der richtige Platz spielt bei der Fellpflege eine Rolle. Schaffe eine Kuscheloase und lasse die Katze erst einmal an allen Fellpflege-Utensilien schnuppern, damit sie Vertrauen gewinnt.


Tipp 4: So machst Du die Fellpflege zum Genuss für Deine Langhaarkatze


Der Schwanz Deiner Langhaarkatze wird nur gebürstet
, niemals gekämmt. Denn sonst besteht die Gefahr, die prächtigen Schwanzhaare womöglich mit auszureißen. 

Katzen lassen sich generell nicht zwanghaft auf den Rücken legen. Stelle sie also entweder auf den Tisch oder behandle den Bauch von unten. Eine weitere Möglichkeit: Du nimmst Deine Katze in den Arm, hältst ihre Vorderpfoten fest und kämmst sie mit der freien Hand. 

Je mehr Vertrauen Dein Tier zu Dir hat, desto leichter lässt sie die Langhaarfellpflege über sich ergehen. Belohne sie im Anschluss mit einem Lieblingsleckerli und sie wird sich schnell daran erinnern, dass ihr Stillhalten in einer Belohnung mündet. 

Aber die Mühe lohnt sich, denn das tägliche Ritual der Fellpflege sorgt auch für eine noch engere Beziehung zwischen Dir und Deinem Liebling! 

Tipp: Auch Katzen sind Gewohnheitstiere und werden das tägliche Fellpflege-Ritual mit Dir genießen. Versuche also täglich die gleiche Zeit für die Fellpflege Deiner Langhaarkatze zu reservieren. Auch jeden zweiten Tag ist besser als eine unregelmäßige und zu seltene Fellpflege.  


Tipp 5: Regelmäßige Fellpflege ist Pflicht


Denn je seltener man die Fellpflege bei Langhaarkatzen vornimmt, desto schwieriger wird sie von Mal zu Mal und desto länger geht die Prozedur. Es können sich sogar richtige Fellplatten und Fellknoten bilden, die dicht auf der Haut aufliegen. 

Diese können sogar dauerhafte Schäden auf der empfindlichen Haut verursachen. Juckende Ekzeme oder sogar offene Hautstellen können sich entzünden und die Gesundheit des Tieres sehr nachteilig beeinflussen.  

Tipp: Bevor du mit der Fellpflege startest, wähle einen Zeitpunkt, bei dem die Katze rundum entspannt ist. Das gleiche gilt für Dich. Wähle immer denselben und möglichst ruhigen Ort. 


Tipp 6: Katze an das Bürsten gewöhnen – je früher, desto besser 

Es gilt, dem individuellen Wesen Deiner Katze Rechnung zu tragen. Zwinge sie niemals zu etwas, das sie nicht will! Das gilt natürlich für junge und ältere Tiere. 

Der Umgang mit Katzen lehrt Geduld! So ungefähr fünfzehn Minuten sollte man für die tägliche Fellpflege schon einplanen – möglich ist aber auch jeden zweiten Tag, sollte die Zeit nicht vorhanden sein. 

Aber weniger oft bedeutet immer am Ende mehr Mühe, denn die Haare verfilzen einfach sehr schnell bei Langhaarkatzen. 

Tipp: Wenn die Katze noch jung ist, kann man sie wunderbar an das tägliche Verwöhn-Programm gewöhnen, in dem man sie zuerst einmal spielerisch an die Pflegemaßnahmen heranführt.


Tipp 7: Das richtige Fellpflege-Werkzeug für die Katze 


Eine spezielle Bürste für die erfolgreiche Fellpflege Deines Schmusetigers ist unbedingt empfehlenswert – auch wenn sie in der Anschaffung erst einmal etwas teurer ist. Insbesondere sogenannte Zupfbürsten sind geeignet, da sich mit ihr das alte, abgestorbene Unterfell und die losen Haare viel leichter entfernen lassen. 

Wie bei menschlichem Haar sind für die Pflege Bürsten aus Naturborsten (zum Beispiel Wildschweinborsten) das Mittel der Wahl, wenn man sich besonders glänzendes Fell wünscht. 

Tipp: Bereite zunächst alle Utensilien vor (Bürste, Kamm, Feuchttücher, angefeuchtete Papiertaschentücher, Puder, etc.) Am einfachsten ist es, sich einen Katzenpflegekorb mit allen Pflege-Utensilien anzulegen.

Empfehlenswert: ein Metallkamm mit weiten, abgerundeten Zinken. Auch eine Kunststoffbürste mit Noppen zur Massage kann von der Langhaarkatze gut angenommen werden. Erkundige Dich: Für die jeweilige Felllänge gibt es auch das jeweils richtige Fellpflegewerkzeug. 

Zum Beispiel:

  • Entfilzungskamm
  • Furminator
  • Handschuhe
Richtige Fellpflege bei Katzen

Tipp 8: Pflegeprodukte für das Katzenfell

Hinter den Ohren, unter den Achseln, an den Innenseite der Beine und rund um den Po ist die Katze natürlich wie wir Menschen auch, besonders empfindlich. Es empfiehlt sich, diese Stellen mit etwas Puder oder auch Pflegeschaum vorzubehandeln. 

Im Handel gibt es auch spezielle Entfilzungssprays für besonders hartnäckig verfilzte Stellen. Aufsprühen, vorsichtig aufzupfen und dann auskämmen ist hier die richtige Technik. 

Es gibt auch Öle für die Pflege des Langhaarfells von Katzen. 

Tipp: Bei allen Produkten sind hochwertigen und natürlichen Produkten den Vorzug zu geben. Katzen können auf synthetische Produkte allergisch reagieren, zudem sind sie äußerst geruchsempfindlich und was wir gerne riechen, mag für eine Katze ausgesprochen abstoßend sein. 


Tipp 9: Eine Katze baden? Nur wenn absolut unvermeidlich


Unsere Hauskatzen sind eigentlich von Hause eher wasserscheu, auch wenn es immer wieder Ausnahmen gibt. Jeder kennt seine eigene Katze am besten und wird es abschätzen können, wie sehr oder wie wenig sie ein Wannenbad genießt. 

Grundsätzlich sollte die Ganzköperwäsche mit – bitte einem speziellen Katzenshampoo – das absolut letzte Mittel der Wahl sein, zum Beispiel, wenn die Langhaarkatze an Durchfall leidet, mit einer giftigen Substanz in Kontakt geraten oder sonst irgendwie völlig verunreinigt ist. 

Denn Baden stresst das Tier und häufiges waschen kann zu Hautproblemen führen. Alternativ kannst Du einzelne verkrustete oder verfilzte Stellen vorsichtig mit lauwarmen Wasser reinigen und mit feuchten (unparfümierten) Pflegetüchern lassen sich die Ohrmuscheln vorsichtig putzen. 

Verkrustungen in den Augenwinkeln, von denen insbesondere Senioren und Perserkatzen betroffen sein können, entfernt man am besten mit angefeuchteten Papiertaschentüchern.  

Tipp: Weder Kurzhaar- noch Langhaarkatzen mögen in der Regel ein Bad (natürlich gibt es Ausnahmen). Das heißt ein Katzenbad kommt nur in Frage, wenn Deine Langhaarkatze aus irgendeinem Grund stark verunreinigt ist. Erwäge hier zuerst, eventuell eine abgerundete Schere einzusetzen. 


Tipp 10: Langes Fell kürzen


Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, musst Du einen Knoten auch einmal wegschneiden, entweder mit einem speziellen Entfilzungsmesser oder aber mit einer Schere (unbedingt mit abgerundeten Ecken). 

Bitte hier wirklich sehr vorsichtig vorgehen, denn selten hält eine Katze komplett still. Schiebe einen Kamm zwischen Haut und Knoten, bevor Du mit dem Schnippeln beginnst – dann sollte eigentlich nichts schiefgehen. 

Tipp: Neben dem Bürsten sollte man rund um den Po weiterhin die langen Fellhaare stutzen. Denn in diesem Bereich bleiben gerne einmal Kot-Reste hängen und das ist für alle Beteiligten wirklich sehr unangenehm!


Tipp 11: Wenn es nicht anders geht, hilft nur das komplette Scheren des Katzenfells 


Ist das Fell komplett verfilzt und geschädigt, vermag nur noch der Tierarzt und eine leichte Narkose zu helfen. Ein Scheren der Katze ohne Narkose ist nicht möglich, da sie einfach – im Gegensatz zu einem Hund – niemals so lange stillhalten würde und somit die Verletzungsgefahr zu groß wäre. 

Die ganze Prozedur ist weder schön für die Katze noch für den Besitzer, denn zum einen ist jede Narkose eine Belastung und zum anderen dauert es schon ein wenig, bis das Fell einer Langhaarkatze wieder entsprechend nachgewachsen ist. 

Die Schur regt das Haarwachstum Deiner Langhaarkatze an. Das regelmäßige Bürsten ist also nun wichtiger denn je. 

Tipp: Spätestens nach einem solchen Eingriff wird es also höchste Zeit, mit der konsequenten Fellpflegeroutine zu beginnen. Ein neues Verfilzen des Langhaarfells gilt es zu vermeiden. 

Cat's Best

Was bei der Fellpflege zu vermeiden ist


Völlig abzuraten ist von Kunststoffkämmen. Die können sich nämlich beim Kämmen elektrisch aufladen. Dann trifft Dich und die Katze im wahrsten Sinne des Wortes hin und wieder ein kleiner Schlag. 

Zeitmangel! Deine Katze wird sofort spüren, wenn Du eigentlich keine Zeit für die Fellpflege hast. 

Lärm und Hektik im Umfeld. Es irritiert Deine Katze, wenn Du neben der Fellpflege her den Fernseher laufen lässt oder laute Musik hörst. Auch laute Stimmen oder Kindergeschrei bieten nicht die richtige Kulisse für eine erfolgreiche Fellpflege. 

Tipp: Mache aus der Fellpflege ein schönes Ritual, dass sowohl Deiner Katze guttut als auch Dich schön entspannt!

Cat's Best Katzentipps

Fazit zur Fellpflege von Langhaarkatzen 

Deine wunderschöne Langhaarkatze:
Unsere ultimativen Tipps für eine entspannte Fellpflege kurz zusammengefasst: 


  1. Zum Start setze den Metallkamm mit den abgerundeten Spitzen ein. Damit lassen sich die kleinen Fellknoten vorsichtig entwirren – gehe hier bei den Ohren und dem Hals besonders vorsichtig vor. 

  2. Besonders hartnäckige Knoten kannst Du wegschneiden – achte hierbei aber bitte darauf, eine Schere mit abgerundeten Ecken zu verwenden oder ein spezielles Messer.

  3. Im nächsten Schritt kommt die Zupfbürste zum Einsatz, um die Unterwolle glatt zu bekommen und die Fellknoten sowohl im kurzen als auch dem längeren Fell darüber zu entwirren. 

  4. Mit Babypuder (bitte ausschließlich ein reines Naturprodukt verwenden) kannst Du fettes, schuppiges Langhaarfell noch besonders pflegen.

  5. Nach der Pflicht kommt die Kür: Nun bürstest Du (nie gegen den Strich) mit einer Naturhaarbürste in sanften, ausstreichenden Bewegungen. Eine grandiose Massageeinheit für Deine Mieze zum guten Ende der perfekten Langhaarkatzenpflege. 

  6. Belohne Deine Katze am Ende der Pflegeeinheit – vielleicht indem Du noch mit ihr schmust, sie liebevoll streichelst, mit ihr spielst oder ihr ein Leckerli überreichst. 


Genieße stets die Zeit, die Du Deiner Katze und der Pflege ihres Langhaarfells widmest. Sie dankt es Dir durch eine enge Bindung an Dich und natürlich durch ein gesundes und wunderbar glänzendes Fell. 

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9Kommentare

  • Phili Pansch
    19.02.2018 16:40 Uhr

    Hallo, vielen Dank für die guten Tipps. Habe nur eine Frage: In der Zusammenfassung steht, zum Abschluss mit einer Naturbürste unbedingt gegen des Strich bürsten, ist das richtig oder hat sich da ein Fehler eingeschlichen? Herzliche Grüße Phili

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Cats Best
    12.03.2018 09:46 Uhr

    Hallo Phili! Schön, dass dir die Tipps gefallen! Da hast du natürlich Recht :) *nie gegen den Strich sollte es heißen; wird sofort geändert. Vielen Dank und liebe Grüße vom Cat's Best Team

  • Ottiker-Schroeder
    20.02.2019 13:40 Uhr

    Meine Mix british longhair & Maincoon (momentan 10Monate jung) sind (leider) keine Freigänger, also Hausbüsis. Der Kater hat echt aufgeladenes Haar, also wenn ich ihn streichle, stehen die Haare bergauf. Bei der Kätzin ni ht. Hast Du mir einen Rat dazu? Herzlichen Dank Eva

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Cat's Best Team
    27.02.2019 15:15 Uhr

    Hallo Eva,

    Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn im Wohnbereich durch die Heizungsluft ein trockenes Klima mit geringer Luftfeuchtigkeit herrscht, stellen sich Miezen mit längerem Fell gerne mal die Haare auf.
    Je niedriger die Luftfeuchtigkeit, desto mehr läd sich das Fell auf.
    Sorge einfach für mehr Luftfeuchtigkeit; dafür kannst Du einfach ein paar Deko-Schalen mit Wasser im Wohnraum verteilen. Fülle die Schalen regelmäßig auf, damit das Wasser immer für ein gesundes Raumklima sorgen kann.
    Mit einem Hygrometer kannst Du die Luftfeuchtigkeit messen: sie sollte mindestens zwischen 40-60 % liegen.

    Um die Haare zu bändigen, kannst Du einen Mix aus Wasser und Shampoo oder Conditioner für Katzen verwenden: ein wenig auf dem Fell mit den Händen verteilen (keine Sprühflaschen verwenden). Wenn Du für die Fellpflege spezielle, ionische Bürsten verwendest bleibt die Haarpracht auch eher da, wo sie hingehört.

    Liebe Grüße vom Cat's Best Team

  • Milena
    25.02.2019 13:08 Uhr

    Liebe Leser,
    wir haben auch eine sehr scheue Katze, die sich auch nach vielen versuchen nicht bürsten lassen will. Sie ist aus dem Tierheim und wir kennen ihre Vorgeschichte nicht. Ein halbes Jahr habe ich jetzt immer wieder neues ausprobiert, (über Leckerchen, abwechselndes Spielen und Bürsten, immer wieder nur ganz kurz Bürsten etc.) aber nichts half und jedes Mal wenn sie die Bürste sah, war sie erneut gestresst und reagierte abwehrend. Vor einer Woche habe ich dann zur Schere gegriffen und portionsweise über die letzten Tage verteilt ihr von der Länge gut drei cm. Fell abgeschnitten, so dass sie jetzt fast wie eine EKH aussieht, nur der Püschel ist noch lang, aber da verknotet es nicht. Dies führt dazu, dass meine Katze inzwischen viel entspannter ist. Sie muss nicht mehr damit rechnen, dass ich gleich die Bürsten oder gar den (verhassten) Furminator heraushole, was bei ihr Stress auslöst, sondern kann sich sorgar viel besser putzen als vorher, da das Fell vom Kinn und Brustbereich nicht immer in ihrem Mäulchen hängen bleibt. Putzen sorgt für stressabbau und tut ihr merklich gut und ich kann jedem nur den beherzten Griff zur Schere anraten, zum Wohle der eigenen Nerven und der Katze.

    Mit freundlichen Grüßen
    Milena

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Gina
    23.03.2019 21:29 Uhr

    Hallo zusammen
    Ich „verzweifle“ an der Fellpflege meines Katers. Habe drei Britisch Langhaar, zwei davon sind sehr einfach ausgiebig zu kämmen. Der dritte hasst alle Kämme, Bürsten & den Furminator. Ich hab inzwischen sieben verschiedene, in der Hoffnung, dass er vielleicht doch irgendeine Bürste erduldet. Er ist ein riesiger Schmuser, aber selbst wenn ich in die Kuschelstunde ein paar Striche mit der Bürste hineinmogle, checkt er das schnell und haut ab. Ausserdem ist es definitiv nicht ausreichend um seinen Pelz zu pflegen. Ich wollte einzelne Knötchen herauschneiden, aber auch das verweigert er. Dann wird der liebste Kater der Welt sehr borstig. Er ist vor vier Monaten vom Tierarzt unter Betäubung teilweise geschoren worden, aber das will ich ihm natürlich nicht regelmässig antun. Habt ihr vielleicht noch einen Tipp?

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Cat's Best Team
    25.03.2019 12:51 Uhr

    Hallo Gina,
    Das Deckhaar der British Langhaar ist in der Regel mittellang, aber sie haben ein starkes und sehr dichtes Unterfell.
    Tägliche Pflege ist deshalb wichtig, um Verfilzungen und Verknotungen vorzubeugen.
    Halblanges Deckhaar mit unterschiedlich dichter Unterwolle pflegt man am besten mit einen Kamm mit verschieden langen Zinken (kurz-lang-kurz-lang) und abgerundeten Spitzen bei mehr Unterwolle, mit gleichlangen Zinken bei wenig Unterwolle. Außerdem ist eine kleine mittelharte oder weiche Drahtbürste mit gebogenen Zinken oder eine Kunststoffbürste mit Noppen an den Zinken sinnvoll. Ein spezielles Haarbalsam kann als Kämmhilfe dienen.

    Die Prozedur sollte mit sanften Streicheleinheiten beginnen, erst dann bietet es sich an, zunächst vom Kopf aus Richtung Schwanz zu bürsten.
    Es folgen in Abwärtsbewegungen die Flanken der Katze, zuletzt die "Problemzonen": der Kehlbereich, der Bauch und schließlich die Achseln.
    Katzen präsentieren ihre Unterseite nur widerwillig. Im Kehlbereich würde ein Gegner zum Todesbiss ansetzen; die Rückenlage wiederum ist eine typische Verteidigungshaltung, in der die Katze Angreifer mit den Krallen der Hinterpfoten vehement abwehrt. Hier heißt es Geduld zu bewahren und Vertrauen aufzubauen. Nichts erzwingen!

    Belohne bereits kleine Erfolge mit einem Leckerlie oder zusätzlichen Streicheleinheiten und beende die Sitzung sofort, wenn die Katze unruhig oder aggressiv wird.
    Viele Samtpfoten "quälen" übrigens im Anschluss mit Begeisterung das Pflegewerkzeug, um sich das Ding "untertan" zu machen bzw. als Übersprungreaktion, um Anspannung abzubauen. - Gönn´ ihr das!
    Es kann auch hilfreich sein, der Katze noch vor der Pflegebehandlung einmal die Bürste hinzulegen, damit sie das Objekt beschnuppern kann; sie kann dann herausfinden, dass das seltsame Ding nicht lebt - und nicht von sich aus angreifen wird.

    Verfilzte oder verknotete Stellen nicht mit Gewalt bearbeiten, sondern vorsichtig - Stück für Stück - mit einem grobzinkigen Kamm lösen; in besonders hartnäckigen Fällen hilft nur die Schere.
    Nach dem Bürsten und Kämmen stets mit feuchten Händen über das Fell streichen, um so lose Resthaare zu entfernen und das Abschlucken von Haaren und die Bildung von Haarballen im Magen zu vermeiden.

    Und die Belohnung nicht vergessen: Leckerchen und zusätzliche Streicheleinheiten entschädigen fürs Stillhalten!

    Liebe Grüße vom Cat's Best Team - und viel Erfolg!

  • Nina
    29.04.2019 22:17 Uhr

    Hallo. Ich verzweifel momentan an den Zecken meines Katers (langhaarmix), nach jedem Freigang krabbeln bis zu 10 neue kleine Biester auf ihm umher und sobald ich mal einen Tag nicht abtaste und suche kann ich am nächsten Tag ewig viele wieder rausziehen .. 😒 haben schon verschiedene Halsbänder (dm Eigenmarke, und von Fressnapf..) Auch Spot-on haben uns bisher nicht geholfen, dann musste ich eben die toten Zecken aus der Katze entfernen. (Auch hier 3 verschiedene Produkte getestet)

    Langsam kribbelt mir auch schon überall - vllt habt ihr ja einen ultimativen Tipp? Wäre über jeden einzelnen froh (:

    Liebe Grüße
    Nina (& Charlie 🐱)

    Auf diesen Kommentar antworten
  • Cat's Best Team
    03.05.2019 15:58 Uhr

    Hallo Nina,
    Für Freigänger-Katzen empfiehlt es sich, ein Präparat mit einem möglichst breiten Schutz vor Parasiten zu wählen.
    Das erspart Dir und Charlie lästige Prozeduren.
    Der Handel bietet hierzu zwar viele Produkte an, aber nicht alle Mittel sind für jede Katze in jedem Lebensalter unbedenklich und geeignet.

    Welches Produkt für Charlie in Frage kommt, erfragst Du deshalb am besten bei Deinem Tierarzt; er kennt Charlie und kann Euch Mittel empfehlen, die ihre Wirkung effektiv im Körper von Charlie entfalten und nicht nur einen Schutz vor Zecken bieten, sondern auch vor Haarlingen und Flöhen.

    Wir wünschen Euch beiden einen parasitenfreien Sommer!
    Dein Cat's Best Team.

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